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Russland marschiert in Georgien ein

August 11, 2008 · Kommentar schreiben

Neue Eskalationsstufe im Kaukasus-Konflikt: Russische Truppen sind von der abtrünnigen Region Abchasien aus nach Georgien einmarschiert.

Russische Truppen sind von der abtrünnigen Region Abchasien aus nach Georgien einmarschiert. Nach Angaben aus Tiflis drangen die Truppen bis nach Senaki vor, das etwa 40 Kilometer von der Grenze liegt. Dutzende gepanzerte Fahrzeuge seien in der Stadt, die außerhalb einer Pufferzone an der Trennlinie zwischen Abchasien und Georgien liegt.

Alle sieben anderen großen Industriestaaten haben Russland aufgerufen, den von Georgien angebotene Waffenstillstand anzunehmen, was ihnen ziemlich egal zu sein scheint, das sie ja gerade das Genteilige tun.

Der Kaukasus Konflikt:

Kategorien: German · Krieg im Kaukasus · Politik
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Georgien will olympisches Team aus Peking holen

August 9, 2008 · Kommentar schreiben

Von Spiegel Online

Für die georgischen Teilnehmer sind die Olympischen Spiele einen Tag nach Beginn schon wieder zu Ende. Wegen des Kriegs im Süd-Kaukasus will Georgien sein Team aus Peking zurückziehen.

Peking – Die Meldung vom Abzug aus Peking verbreitete am Samstagabend die russische Nachrichtenagentur Interfax. Die Sportler wollten in diesem Moment bei ihren Angehörigen sein, hieß es.

Das Nationale Olympische Komitee Georgiens verurteilte in einer Pressemitteilung die russischen Luftangriffe. „Zur gleichen Zeit, in der die Spiele in Peking mit einem Feuerwerk eröffnet wurden, musste Georgien mit Bombenangriffen auf viele seiner Städte leben“, hieß es.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verurteilte die Gewalt im Kaukasus, sieht sich dem Konflikt aber machtlos gegenüber. „Das ist nicht das, was die Welt sehen will und entspricht sicher nicht der olympischen Idee“, meinte IOC-Sprecherin Giselle Davies. Es stünde dem IOC nicht zu, die Lage weiter zu kommentieren.

Georgien war mit einer Delegation von 35 Sportlern nach China gereist.

Zuvor hatte nach Ausbruch der Kampfhandlungen in Südossetien bereits der russische Regierungschef Wladimir Putin überraschend Peking verlassen und war in die von Georgien abtrünnige Konfliktregion gereist.

Kategorien: German · Krieg im Kaukasus · Olymia 2008 in Peking · Politik · Sport
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Krieg im Kaukasus – Russland marschiert in SÜDOSSETIEN ein

August 8, 2008 · 1 Kommentar

Dramatische Entwicklung in der Kaukasus-Krise: Russische Truppen rücken in Südossetien ein, um Georgiens Offensive in der abtrünnigen Provinz zu stoppen. Die Regierung in Tiflis gab den Abschuss russischer Flugzeuge bekannt – und meldete, Moskau habe eine Luftwaffenbasis bombardieren lassen.

Georgien und Südossetien

Südossetien hat sich in einem Krieg Ende 1990 bis Anfang 1992 von Georgien gelöst und ist seither de facto unabhängig. Nach Abschluss einer Waffenstillstandsvereinbarung 1992 wurde eine gemischte Friedenstruppe mit russischer Beteiligung stationiert. Ebenso wie das abtrünnige Abchasien gehört die Bergregion völkerrechtlich weiter zu Georgien, wird jedoch wirtschaftlich von Russland unterstützt. Die meisten Menschen, die dort leben, haben einen russischen Pass.

Zweimal – 1992 und 2006 – stimmten die südossetischen Einwohner für die Unabhängigkeit von Georgien. International wurden die Referenden jedoch nicht anerkannt. Georgiens Präsident Micheil Saakaschwili hat zuletzt immer wieder angekündigt, die abtrünnigen Regionen wieder unter Kontrolle der Zentralregierung in Tiflis bringen zu wollen.

Russlands Rolle

In den vergangenen Monaten haben sich die Spannungen zwischen Russland und Georgien um die Kontrolle über die Kaukasus-Regionen verschärft. Georgien wirft Russland vor, sich Südossetien und Abchasien selbst einverleiben zu wollen.

Russland befindet sich in einer schwierigen Lage. Als es darum ging, den Druck auf die westlichen Staaten in der Kosovo-Frage zu erhöhen, hatte der Kreml stets vor einer Welle von Unabhängigkeitserklärungen auf dem Gebiet der früheren Sowjetunion gewarnt. Die russische Argumentation, nach der Südossetien ein Recht auf Eigenstaatlichkeit haben soll, galt aber nie für Tschetschenien. Nachdem der Westen gegen Russlands Wunsch das Kosovo anerkannt hat, droht nun womöglich Moskaus Revanche – eine offizielle Anerkennung Südossetiens durch den Kreml.

Die USA im Konflikt

Die USA stehen in dem Konflikt auf der Seite Georgiens. Präsident Micheil Saakaschwili gilt als treuer Verbündeter der Amerikaner und wird deshalb auch von US-Militärberatern unterstützt. Kürzlich forderte die US-Regierung von Russland ein „Ende der Provokationen“. Man rufe „die russische Regierung erneut auf, Georgiens territoriale Integrität und Souveränität zu respektieren“.

Der aktuelle Konflikt

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen konnte sich am Freitag nicht auf eine von Russland vorgeschlagene Erklärung zur Lage in Südossetien verständigen. Darin sollten Georgien und Südossetien aufgefordert werden, ihre Kampfhandlungen sofort zu beenden. Russland hatte die Dringlichkeitssitzung des Uno-Sicherheitsrats beantragt.

Der von Russland vorgeschlagene Text fand aber nicht die Zustimmung aller Mitglieder. Dennoch äußerte der Sicherheitsrat seine Besorgnis über die Eskalation des Konflikts zwischen Georgien und Südossetien geäußert. Der Vorschlag von Russland sah eine Aufforderung zum „unverzüglichen Einstellen der Gewalt“ sowie zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch vor.

Die Georgier allerdings – unterstützt von den USA und europäischen Ländern – sahen in der Formulierung ihre Möglichkeiten der Landesverteidigung beschnitten. Daher kam keine Einigung zustande.

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